KNOLLEN & ZWIEBELN

Helianthus tuberosus - Topinambur

Der Topinambur, auch Erdbirne oder Jeruslem-Artischocke, stammt aus Nord- und Mittelamerika, wahrscheinlich stammt er ursprünglich aus Mexiko. Er wurde von der indigenen Bevölkerung bereits lange als Gemüse verwendet, schon lange vor Kolumbus. Heute wird er fast auf allen Kontinenten angebaut. Er ist eine ausdauernde krautige Pflanze und wird bis zu 3 m hoch. Er stirbt im Herbst zurück und treibt im Frühling wieder aus. Er breitet sich langsam über seine Knollen und formt Kolonien.

Er wird vor allem als Wurzelgemüse genutzt. Sie werden im späten Herbst/Winter geerntet, je nach Bedarf. Er kann roh gegessen werden, gekocht, gebraten oder geröstet. Er hat sehr wohlschmeckende und vielseitig verwendbare Knollen.

Er kann in Erdmieten bis zu 6 Monate lang lagern. An der Luft sind sie nicht lange lagerfähig. Im Kühlschrank halten sie sich für ein paar Wochen.

Topinambur enthält Inulin, welches sich während der Lagerung abbaut. Bei Diabetikern ist die Knolle deshalb beliebt, da er weniger Kohlenhydrate enthält. Der Mehrfachzucker Inulin kann nicht abgebaut werden und wirkt im Darm als Ballaststoff. Bei manchen Menschen führt der Verzehr von Inulin zu Blähungen, allerdings kann eine langsame Gewöhnung hilfreich sein. – Also am besten mit kleinen Mengen Topinambur beginnen.

Topinambur findet einige Anwendungen in der Medizin, etwa zur Gewichtsreduzierung, gegen Krebs und in anderen Bereichen

Er wächst in jedem gut durchlässigen Boden und bevorzugt sonnige bis leicht schattige Standorte. Durch Düngegaben mit Mist oder Mulchmaterial können die Erträge gesteigert werden.

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LIEFERBAR AB HERBST 2020 - VIELE SORTEN

Oxalis tuberosa - Oca, Knolliger Sauerklee

Der Oca, auch Knolliger Sauerklee, stammt aus Südamerika und wächst als ausdauernder buschiger Bodendecker. Neben der Kartoffel ist er die wichtigste Knolle in Bolivien und Peru. Er wird etwa 30 cm hoch und 40 cm breit. Die Blätter sehen aus wie andere Kleearten.

Er bildet Knollen in der Größe von kleinen Kartoffeln. Es gibt Sorten in verschiedenen Knollenfarben: weiße, gelbe, orange, pinke, rote und violette sowie mehrfarbige Knollen. Eine Pflanze trägt rund 500 g Knollen. Der Geschmack ist süß-säuerlich direkt nach der Ernte. Nachdem sie ein paar Tage in der Sonne lagen baut sich die Säure ab und die Knolle schmeckt vor allem süß. Oca kann roh gegessen werden und braucht nicht geschält zu werden. Sie sind sehr knackig und lecker in Salaten. Sie können auch gekocht werden und schmecken wie Kartoffeln mit Zitronen-Aroma. Sie haben einen ähnlichen Nährwert wie Kartoffeln.

Auch die Blätter sind essbar und können während der Wachstumsperiode geerntet werden. Sie haben einen ähnlichen Geschmack wie Waldsauerklee.

Der Oca bevorzugt gut durchlässige und nährstoffreiche Böden. Er benötigt Sonne bis Halbschatten.

Er ist winterhart bis Zone 7 (etwa -15°C) und verträgt Bodentemperaturen von etwa -5°C. In kühleren Regionen kann er als Knolle kühl und dunkel überwintert und im Frühjahr wieder gepflanzt werden. Der Knollenproduktion vom Oca ist Tageslängen-abhängig. Nach einem langen, warmen Herbst kann man mit dem höchsten Ertrag rechnen.

Um die Knollen im frühen Frühjahr zum Keimen zu bringen legt man sie ein paar Tage ins Licht. Danach können sie getopft werden, solange noch die Gefahr von Bodenfrösten besteht.

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'China Girl'

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Sium sisarum - Zuckerwurzel

Die Zuckerwurzeln auch Süßwurzel, Zuckerwurz oder Görlin genannt, stammt ursprünglich aus dem Kaukasus bis nach Sibirien. In Osteuropa und Asien wird sie bereits lange als Kulturpflanze genutzt. wird etwa 1-1.5 m hoch. Sie ist eine horstbildende mehrjährige Staude, die stärkehaltige, dicke Wurzeln bildet, in welche sie sich im Winter zurückzieht.

Die weißen und etwa fingerdicken Wurzeln können im Herbst und im Winter geerntet werden. Der Geschmack wird süßer nach den ersten Frösten, generell erinnert der Geschmack an eine Mischung aus Möhren und Lakritze. Die Wurzeln können gekocht gegessen werden.

Der Boden sollte vorzugsweise leicht und nährstoffreich sein. Dies erleichtert die Ernte und sorgt für ein gutes Pflanzenwachstum. Die Zuckerwurzel verträgt keine Staunässe. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Sie wächst gut im mitteleuropäischen Klima und ist sehr winterhart.

Über Samen werden sehr gleichmäßige Bestände gezogen, da sie eine geringe genetische Variabilität haben. Die Aussaat erfolgt im März oder im Herbst, direkt ins Freiland. (Im Herbst haben die Samen länger Zeit, sich zu entwickeln). Man kann sie auch gut über Wurzelstücke vermehren.

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Stachys affinis - Chinesische Artischocke

Die Chinesische Artischocke, auch Knollen-Ziest, Japanknolle oder Stachy genannt, stammt aus dem nördlichen China. Sie wird in China, Japan, Indien und Neuseeland kultiviert. In Europa wird sie auch in Frankreich, Belgien und der Schweiz angebaut. Sie ist eine ausdauernde Staude, die sich im Winter zurückzieht und stärkehaltige Knollen bildet. Sie wird bis zu 30-45 cm hoch. Sie bildet einen sich ausbreitenden Horst. Sie ist eine sehr produktive und gut winterharte Pflanze.

Die Wurzelknollen können im späten Herbst oder Winter geerntet werden, wann sie gebraucht werden. Sie können roh gegessen. Sie haben eine knusprige und knackige Textur. Der Geschmack ist sehr aromatisch und erinnert an Apfel, Artischocke und Frühkartoffeln. Sie können auch gekocht oder geröstet werden. In China und Japan werden sie auch häufig eingelegt. Die Chinesische Artischocke hat eine sehr dünne Haut und muss nicht geschält werden. An der Luft sind sie nur wenige Tage haltbar, am besten werden sie vor dem Gebrauch frisch geerntet. Man kann sie auch im feuchten, sauberen Sand lagern und bei unter 2°C für mehrere Monate lagern. Gewaschen halten sie im Kühlschrank etwa eine Woche.

Sie bevorzugt sonnige Standorte. Sie toleriert verschiedene Bodenarten – die Ernte ist leichter im sandigen Boden. Eine Mulchschicht ist empfehlenswert.

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Tropaeolum tuberosum - Mashua, Knollige Kapuzinerkresse

Mashua, auch knollige Kapuzinerkresse genannt, ist eine mehrjährigere Kletterpflanze. Er stammt aus Südamerika und den Anden. Er klettert bis zu 2 m hoch und bleibt bodennah, wenn er nichts zum hoch klettern hat. Er ist starkwüchsig. Die Blätter wie auch die eher seltenen Blüten ähneln denen der Kapuzinerkresse.

Sie können verschiedene Farben tragen, es gibt weiße, rote und gelbe Sorten (vor allem in Südamerika).

Mashua ist recht anspruchslos und wächst in jedem durchschnittlichen Gartenboden, solange dieser gut durchlässig ist. Er wächst in der Sonne und im leichten Schatten. Es empfiehlt sich, eine Mulchschicht auszubringen.

Der Mashua ist winterhart bis Zone 8 (bis ca. -10°C). Im Weinbauklima kann er daher zum Teil im Boden überwintert werden. In kühleren Regionen können die Knollen geerntet und luftgetrocknet in Papiertüten an einem kühlen Ort überwintert und im Frühjahr gepflanzt werden – solange die leckeren Knollen noch nicht alle  über Winter aufgegessen wurden!

Junge Knollen können ungeschält gegessen werden, ältere Knollen sollten geschält werden. Sie können gekocht, gebacken oder gebraten werden. Sie haben ein leichtes Vanille-/Anis-Aroma und einen würzigen Geschmack. Sie können auch roh gegessen werden und haben dann ein sehr starkes Aroma. Gekocht sind sie milder im Geschmack.

Auch die Blätter und Blüten sind essbar und schmecken der einjährigen Kapuzinerkresse ähnlich. Sie sind besonders gut für Salate.

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